ADS/ADHS – Aufmerksamkeitstraining/Elternarbeit

Medizinische Diagnose ADS/ADHS 

Die Diagnostik ADS/ADHS ist in der Regel Neuropsychologen, Pädiatern und Kinderpsychiatern  vorbehalten. Ärzte, Psychologen und Pädagogen erfassen eine Fülle von Phänomenen wie stark erhöhte Ablenkbarkeit – mit und ohne motorische Unruhe-, ungesteuertes Verhalten, Stimmungsschwankungen, große Schwierigkeiten, mit Veränderungen umzugehen etc. Oftmals stellt sich trotz durchschnittlicher, teils überdurchschnittlicher Intelligenz nicht der erhoffte schulische Leistungerfolg ein. Zu Verursachung gibt eine Vielzahl von Erklärungsansätzen entsprechend der Vielzahl an Symptomen, Ausprägungen und Kombinationen der Begleiterscheinungen.

Einerseits sollen Medikamente  den Mangel an Botenstoffen ausgleichen, andererseits behandelt man weitere Komorbitäten und versucht parallel, Strategien mit den Eltern gemeinsam zu entwickeln. Zu beachten ist, dass es keine Patentlösung zum Abstellen von „Problemen“ gibt. 

Leistungs- und Lernprobleme in der Schule – Zappelphilipp oder Hans Guck-in-die Luft 

In der Schule werden ADHS-Kinder als Störenfriede und ADS-Kinder als Träumer von Lehrern und Mitschülern im Unterricht wahrgenommen. So sehen die Lehrer den „Zappelphilipp“ und  den „Klassenclown“  im Unterricht, der nicht sitzen bleiben kann, in abenteuerlicher Weise auf dem Stuhl schaukelt oder  „Träumer/innen“, die aus dem Fenster schauen und oftmals grundsätzlich nicht wissen, an welcher Stelle sich der Unterricht befindet, wenn sie aufgerufen werden. Lehrer sehen bei den Kindern auffälliges Verhalten im Unterricht, Probleme im fein- und graphomotorischen Bereich, Konzentrationsstörungen, Teilleistungsstörungen  (Legasthenie/Dyskalkulie) etc.

Im Unterricht wird von der Schule eine festgelegte Verhaltensstruktur verlangt. Das widerspricht unkonventionellem, unangepasstem Verhalten und ist der Grund, warum hyperaktive Symptome häufig im Schulalter evident werden.

Mitunter stellt sich eine erste abweisende Haltung ein, sobald der Begriff AD(H)S fällt und Eltern sich mit der Diagnose auseinandersetzen müssen.

Subjektivität von Störungen: „Eine Störung ist das, was mich stört“. Manchmal bin ich mir gar nicht bewusst, was mich wirklich stört. Manchmal stört so viel, dass ich gar nicht weiß, wo ich mit den Veränderungen beginnen soll. Manchmal sehe ich keine Veränderungschance. Und manchmal frage ich mich, ob es berechtigt ist, mich von diesem und jenem gestört zu fühlen“. 

Die Fähigkeit zur Zentrierung von Aufmerksamkeit und zum Aufrechterhalten von Konzentration gelten als wichtige Bedingungen für Lernen, da sie Art der Informationsaufnahme und -verarbeitung steuern. Aufmerksamkeit und Konzentration werden oft synonym betrachtet.

Als geprüfte Trainerin bei ADS/ADHS (IFLW) biete ich zwei Trainingsmethoden (Marburger Konzentrationstraining/ Attentioner) an, die Konzentration und „spezifische Komponenten der Aufmerksamkeitsleistung wirksam und langfristig verbessern“.

Beide Trainingsprogramme: 

  • enthalten attraktive Trainingsmaterialien 
  •  sind wissenschaftlich in durchgeführten Forschungsprojekten begleitet worden
  •  der Transfer in den häuslichen und schulischen Bereich  konnte nachgewiesen werden.
  • Integrierte Elternarbeit beendet den Teufelskreis der Hilflosigkeit bei den Hausaufgaben

 

Belastende Lern- und Hausaufgabensituation zuhause 

Kinder sollten nicht als defizitär, sondern als Gesamtpersönlichkeit betrachtet werden, die für sich selbst sprechen können, ob und wie sie in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt werden wollen. Jedoch sind auch Klarheit und Deutlichkeit zu transportieren, wenn Grenzen überschritten werden.

Gerade bei den Hausaufgaben driften die Kinder gerne bei längerfristigen Aufgabenstellungen  ab und sind auf der Suche nach Ablenkungsmanövern. Oft bekunden sie, keine Lust zu haben, wenn die Aufgaben eintönig oder zu anstrengend sind. Aufgaben werden unterbrochen und vorzeitig beendet, wenn die Kinder ohne Begleitung sind. Bei selbstgewählten anderweitigen Beschäftigungen zeigen die Kinder hingegen ein gutes ausgeprägtes Konzentrationsvermögen.

Gerne wechseln die Kinder von einer Aktivität zu anderen, zeigen hohe Kreativität und Fantasie bei Aufgaben, die sie interessieren. Die Unaufmerksamkeit im ungeliebten Fach zeigt sich darin, dass Langeweile und Lustlosigkeit vorherrschen. Einzelheiten bei Aufgabenstellungen werden überhört oder wichtige Nachsätze bei Hausaufgaben und Klassenarbeiten übersehen.

Öfters wird scheinbar oder tatsächlich nicht richtig zugehört  und dazwischen geredet. Meist wird übermäßig viel geredet, ohne angemessen auf Beschränkungen zu reagieren. 

Störungen fordern zum Handeln auf,mehr noch: Sie fordern dazu auf, etwas zu verändern. Im Idealfall erfolgen diese Änderungen aktiv, reflektiert und mit Blick auf konstruktive Lösungen. Das Festhalten an bestehenden Mustern, das bloße Ertragen oder Beklagen hilft nicht weiter, auch wenn Letzteres kurzfristig Entlastung verschafft. 

 

2. Elternarbeit – Ausstieg aus dem Teufelskreis

Generell ist eine Störung all das, was stört. Weil dies für jeden etwas anderes sein kann, git es zu zunächst keine allgemeingültige Definition für Störungen . Sie drücken eine Not aus oder deuten auf einen Widerstand gegen die im jeweiligen System implizierten Spielregeln ud Verhaltenserwartungen hin. Beratung im besten Sinne ist „Klärungshilfe“ Statt einer Belehrung geht es um den Austausch von Handlungsalternativen. 

Die Elternarbeit im gewählten Trainingsprogramm (Marburger Konzentrationstraining/Attentioner) beinhaltet: 

 

  • Ausführliche Analyse der häuslichen Problematik

 

  • Festlegung von Interventionsziele

 

  • Konkrete individuelle praxisnahe alltagstaugliche Lösungsvorschläge

 

  • Einführung von Ritualen und Veränderung von Regeln/Abläufen

 

  • Zielsetzung: förderliches Hilfeverhalten und positives Arbeitsklima bei den Hausaufgaben

 

 

 

 

 

Jetzt beraten lassen!

Kostenloses Beratungsgespräch !

Senden Sie mir eine E-Mail : Irka.Koller@t-online.de