Dyskalkulie / Rechenschwäche

Dyskalkulie/Rechenschwäche – Zahlen, nein danke!!

Nicht mal eben verrechnet oder zu wenig geübt!!!

Kommt es bereits in der Grundschule über einen längeren Zeitraum zu hartnäckigen Schwierigkeiten beim Rechnen und sind die sehr viel schlechteren Leistungen beim Rechnen auf die Mathematik begrenzt, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine Dyskalkulie/Rechenschwäche handelt. 

 

Die Zielsetzungen von Rechentraining/-Therapie:

1. Grundrechenarten sicher beherrschen

2. Rechenaufgaben begreifbar machen (Visualisierung mit Lernmaterialien/Einsatz professioneller Software etc.) 

3. Bedingungen zu schaffen, die dem Leistungsvermögen angepasst sind

4. Arbeit an den Fehlerquellen

5. Frustration im Umgang mit schlechten Noten, Unsicherheiten und Ängsten entschärfen. 

 

Zusatzleistungen

  • Kontakt zu Lehrpersonen – Förderplan umsetzen
  • Elternarbeit – Unterstützung bei der häuslichen Hausaufgabensituation
  • Einsatz professioneller Software zur Unterstützung von Rechentherapie und -training. 
  • Prüfungscoaching – Umgang mit der Lernblockade im Fach Mathematik 
  • Ferienkurse siehe AD(H)S
  • Workshops (Elternarbeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitstraining)
  • Standardisierter Leistungstest Heidelberger Rechentest
  • AFS-Test (EÖDL)

 

Training/Therapie  dauern in der Regel ein bis zwei Jahre. Jedoch gibt es Ausnahmen von dieser Regel. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass die Dauer von der Leistungsdiagnostik und der individuellen Problematik abhängt. 

 

Keine Nachhilfe! – Leistungsdiagnostik ist Voraussetzung für Rechentraining/-Therapie

Die Rechenschwäche offenbart sich immer in der Grundlagenmathematik. Aufbauende  Gedanken und Strukturen der Unterrichts bleiben auf der Strecke. Ganz allgemein lässt sich sagen, das alle Betroffenen  ein mathematisches Verständnis an den Tag legen, dass einer Entwicklungsstufe entspricht, die sie eigentlich mit Blick auf ihr Alter bereits längst durchlaufen haben sollten.

 

Wer ist betroffen?

 

  • Kinder in der Grundschule – „Mathe kann ich nicht“ 

Rechenschwache Kinder operieren mit den Zahlen, ohne ihre Bedeutung begriffen zu  haben. Deshalb zählen sie oft heimlich mit den Fingern weiter, schematisieren und lernen Rechenregeln auswendig. Werden die Aufgaben komplexer, funktionieren diese Strategien nicht mehr. Dann können sie weder die Hausaufgaben noch die Aufgaben in schriftlichen Prüfungen mit  eigener Anstrengung meistern und reagieren mit Angst, Ärger, Dauerfrust, Rückzug oder Aggression und Leistungsverweigerung in letzter Konsequenz.

Ein verhängnisvoller Kreislauf von Aufrechterhaltung und Verschlimmerung der Problematik setzt sich in Gang, wenn „Mathe-lernen-Müssen“ zum Albtraum  wird. Dyskalkule/rechenschwache  Kinder, Schüler und Erwachsene  finden oft keine Hilfe, weil keiner versteht, was sie da nicht verstehen. 

 

  • Schüler in weiterführenden Schulen – „in Mathe geht nichts mehr „

Es gibt auch die Schüler/innen, die schon seit Beginn ihrer Schulzeit an einer Rechenschwäche leiden und es in der Grundschule geschafft haben, notenmäßig unauffällig zu bleiben. Um das Begreifen geht es bei Betroffenen in höheren Klassen schon lange nicht mehr. Mathematik wird verstanden als eine Sammlung von reinen Handlungsanweisungen, die einem Schema folgen.  Bei abweichenden Aufgaben insbesondere Textaufgaben in Klassenarbeiten herrscht völlige Ratlosigkeit. Lösungsansätze, die dem Kontext der Aufgabenstellung entsprechen – Fehlanzeige. Der Blindflug zieht sich durch alle Themen durch. Die Ursachen sind so vielschichtig wie die Fehler selbst. 

Verschleppung von Dyskalkulie/Rechenschwäche in die Sekundarstufe I

Eltern und Lehrer riskieren ein Verschleppen der Dyskalkulie/Rechenschwäche in höhere Jahrgangsstufen der weiterführenden Schulen, wenn die Probleme schon in der Grundschule offen zutage treten und  nichts unternommen wird. Die Bedeutung guter rechnerischer Fähigkeiten wird im Gegensatz zur Legasthenie hingegen landläufig geringer eingestuft. Dabei durchsetzt auch die Mathematik unser Leben auf Schritt und Tritt. Betroffene Kinder und Jugendliche, die in dieser Hinsicht erhebliche Lerndefizite  zeigen, sind in der Schule und im Lebensalltag klar im Nachteil.

Gestrafftes Rechentraining und mathematischer Aufbaukurs 

  • Einführung in das dekadische Stellenwertsystem
  • Zerlegen von Zahlen – Umsetzen in Rechenoperationen
  • Rechengesetze – Umgang mit Termen und Variablen
  • Dreisatz – Proprortionalitäten
  • Bruchrechnen/Bruchgleichungen Dezimalbrüche/Prozentrechnung
  • Lineare Gleichungen und Funktionen,
  • Lösung von Gleichungssystemen mit mehreren Variablen
  • Binomische Formeln – Faktorisieren- Quadratische Gleichungen und Funktionen
  • Potenzen – Potenzfunktionen
  • Wurzeln – Wurzelfunktionen
  • Grundlagen der Geometrie

 

  • Erwachsene – „Mathe war noch nie mein Ding“

Neben Kindern und Jugendlichen findet sich ein nicht unerheblicher Anteil von Erwachsenen mit besonderen Schwierigkeiten im Rechnen. Wurde die Rechenschwäche in der Schulzeit nicht erkannt oder ignoriert, verschleppt sie sich ins Erwachsenenalter. Wo „Rechnen im Alltag“ auftaucht, haben Erwachsene in der Regel längst resigniert und eigene Bewältigungstechniken entwickelt, um den ungeliebten Zahlen aus dem Weg zu gehen oder Angelegenheiten mit Zahlen sind an das nahe Umfeld delegiert worden.

So wird beim Einkaufen am liebsten mit Euro-Scheinen oder bargeldlos mit EC-Karte bezahlt. Für das Umrechnen von Größen fehlt die Grundlage und Kalkulationen in jeglicher Form sind schwer nachvollziehbar. In Kostenabrechnungen wird blindes Vertrauen gesetzt. Soll die Wohnung renoviert werden, gibt es rechnerische Hindernisse bei der Bestellung der Materialien etc. 

Dabei bestehen gute Chancen, sich der  Rechenschwäche in jedem Alter zu stellen, um die Mathematik im Alltag besser zu meistern.

 

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